Kommentar, 09.12.2014
Mehr als Fußball
Die Spendenübergabe an die Kinderkrebshilfe überstrahlt alles. Und macht auch den Abstieg aus Liga 1 vergessen.

Der Hamburger SV wird in Deutschland gerne als Bundesliga-Dino bezeichnet. So etwas Ähnliches war der HFC in der ersten Liga der HFL Graz – immer dabei, seit der Gründung. War. Der Abstieg aus der höchsten Spielklasse steht fest, aber das ist nicht weiter schlimm. Weil wir in der zweiten Liga auch aus Freude am Spaß Fußball und zum Erhalt der Freundschaft weiterkicken. Bei uns geht es um mehr als nur um Leistung, mehr als nur um Fußball. Die Weihnachtsfeier war der beste Beweis.

Kurzer Blick in die grau-orangen Geschichtsbücher. Wir schreiben das Jahr1999, Street Soccer Cup in der Eishalle in Liebenau, drei 13-jährige Burschen wollen ein Team aufstellen und entschließen sich einen Fußballclub zu gründen. Ihnen folgen immer mehr Spieler, die bei noch mehr Turnieren teilnehmen. Irgendwann werden Freundschaftsspiele organisiert, woraus eine Hobbyfußballliga entsteht, in der man sich zwei Mal zum Meister krönen darf. Den zweiten Titel erlebt einer der drei Initiatoren aber nicht mehr.

Thomas Walcher stirbt im Jahr 2006 an Krebs. Der Verein vergisst ihn nicht, hängt Transparente auf, richtet ihm eine Rubrik auf der Website ein – und lässt bald neue Trikots produzieren. Seitdem laufen alle mittlerweile über 30 aktiven HFCler und auch die Mitglieder des Fanclubs FC Clownfische mit ganz besonderen Dressen auf: Auf jedem Kragen findet sich die Nummer 14, die Rückennummer von Thomas Walcher, die nicht mehr vergeben wird. Und auf der Brust ist kein Sponsor, sondern das Logo der Steirischen Kinderkrebshilfe zu finden.

Bei der Weihnachtsfeier Anfang Dezember war es dann eben soweit: Dem bei der Generalversammlung beschlossenen höheren Vereinszweck folgend, wurde Hans Walcher – Vater von Thomas, selbst einst HFC-Spieler und seit 1988 in der Steirischen Kinderkrebshilfe aktiv – ein Scheck überreicht. 999 Euro wurden aus Spendengeldern der Vereinsmitglieder sowie vom Jahresüberschuss des Vereines an die Steirische Kinderkrebshilfe übergeben.

Da war er wieder, einer dieser emotionalen Momente, in denen es um mehr geht als nur um Fußball. Ein Moment, der alles überstrahlt, was in Grau-Orange passierte in diesem Jahr. Und nicht zuletzt auch den Abstieg in die zweite Liga ganz schön unwichtig erscheinen lässt.

PS: Danke, HFC-Welt! Danke, großartigster Hobbyfußballclub aller Zeiten. Also Dank an die über 60 verschiedenen Kicker, die heuer bei Trainings, Spielen oder Turnieren am Platz standen, also all die Stammspieler, Bankerlwärmer, Testpiloten und Ehemaligen. Danke an alle unsere Clownfische, Kuchenbäcker, Zwiebelschneider, Schnitzelbräter und Spendenscheckmacher. An alle Spendengeber sowie Mitgliedsbeitragszahler, Unterstützer und Ehrenmitglieder, Eltern und Freundinnen, Frauen und Kinder. Aber auch an all diejenigen, die gerade vergessen wurden, die aber alle ebenso geholfen haben, dass wir verdammt unfassbare Neunhundertneunundneunzig Euro an die Steirische Kinderkrebshilfe spenden konnten. Das ist so GROSS!
 
 
14.03.2010, Sporthalle Kalsdorf, 4 Feldspieler
HC Kalsdorf 05 - HFC Graz 19993:4 (0:0)
1 Stefan Steiner - 13 Florian Pregartbauer, 22 Maximilian Besenhard, 18 Joachim Schuller, 0 Stefan Großmann, 9 Christian Kozina, 34 Christoph Tritscher, 11 Peter Wagner, 4 Stefan Zengerer
Tore: Pregartbauer F. (2), Besenhard, Schuller
Neues Jahr, neues Glück
Trainings, Spiele, Turniere, Yoga-Einheiten - auch 2018 ist der HFC-Kalender wieder gut gefüllt.
1. H.F.C. Headban  35/15
2. IF Litenborg K  33/14
3. Grazhoppers FC  26/15
4. HFC Ettl Bros.  24/15
5. Celtic Graz 21/16
6. Gunners FC 20/15
7. HFC Graz 1999 18/16
8. 1.FC Hopfen &   16/16
9. FC Kiwi Sandga  16/15
10. FC Ambrosi Gra  15/16
11. Atletico Graz 15/15
Dreist!
"Es zählen Werte, die sind nicht zu gewinnen, Werte die man nicht kaufen kann."
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