Kommentar, 22.08.2011
Ein Schuss vor den Bug
Nach den tollen Ergebnissen der letzten Wochen schien der HFC bereits auf Meisterkurs zu segeln. Mit dem 3:7 gegen Stübing bekam man nun aber einen gewaltigen Schuss vor den Bug. Und der regt zum Nachdenken an.

Besonders bemerkenswert ist zunächst einmal die Tatsache, dass die Stübinger Kickstars den HFClern an diesem Abend in allen Belangen überlegen waren. Das kam ziemlich überraschend, zumal der HFC absolut nicht schlecht aufgestellt war. Doch im Spiel selbst fehlte dann vorne die Durchschlagskraft, und hinten machte man sich das Leben mit unnötigen Einzelfehlern schwer. Überhaupt hatte man das Gefühl, dass sich die HFCler nicht und nicht auf das Spiel der Stübinger einstellen konnten. Die Frage ist: Warum?

Eine Rolle mag dabei das Trainingsdefizit gespielt haben - und zwar weniger in Hinblick auf die körperliche Fitness als vielmehr hinsichtlich des Zusammenspiels. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive passten häufig die Laufwege nicht - kein Wunder, wenn man eineinhalb Monate nicht traininert. Das wird aber auch kaum zu ändern sein, solange mitten im Sommer HFL-Spiele ausgetragen werden. Und immerhin gibt es ja dieses Jahr sogar erstmals die Möglichkeit, jeden Donnerstag mit den Phantoms am Karl-Morre-Platz zu trainieren.

Aber dieses Nicht-Eingespielt-Sein war - so glaube ich - nicht der Hauptgrund für die Niederlage. Kollege FD hat in seinem Bericht geschrieben, "manche HFC-Kicker wirkten lustlos". Soweit würde ich nicht gehen. Denn Einsatzwillen und Kampfbereitschaft waren bei jedem einzelnen vorhanden. Aber: Die Stübinger, qualitativ ähnlich stark besetzt, wollten das Spiel unbedingt gewinnen, weil sie sonst wohl keine Chance mehr auf den Titel gehabt hätten. Beim HFC hingegen fehlte möglicherweise dieses letzte Prozent; die halbe Sekunde, die man vielleicht früher am Ball ist als der Gegner; der Funken mehr Konzentration, durch den man Stoppfehler vermeiden kann; oder das Quäntchen Präzesion, das die Kugel ins Tor statt an die Stange rollen lässt.

All das mögen Kleinigkeiten sein. Aber gerade bei Spielen gegen ähnlich starke Gegner sind genau diese Dinge oft ausschlaggebend. Wenn der HFC heuer den Meistertitel holen will, dann wird es deshalb einen Siegeswillen brauchen, wie ihn die Stübinger in dieser einen Partie gezeigt haben.

Die Basis ist beim HFC auf alle Fälle vorhanden: Der Kader ist so gut besetzt wie noch nie, die Stimmung im Team passt, und auch von der Tabelle her ist noch alles drinnen. Daher gilt es nun, alle kommenden Gegner hundertprozentig ernst zu nehmen und bei jedem Spiel das Maximum herauszuholen. Sollte das gelingen, war das 3:7 gegen Stübing nicht mehr als ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit. Oder anders gesagt: Ob das Schiff jetzt wieder auf Meisterkurs kommt oder nicht, das haben wir selbst in der Hand.
Neues Jahr, neues Glück
Trainings, Spiele, Turniere, Yoga-Einheiten - auch 2018 ist der HFC-Kalender wieder gut gefüllt.
1. Gunners FC 12/4
2. Atletico Graz 11/6
3. H.F.C. Headban  9/3
4. HFC Ettl Bros.  9/4
5. IF Litenborg K  8/5
6. Grazhoppers FC  7/4
7. FC Kiwi Sandga  7/4
8. Celtic Graz 3/5
9. 1.FC Hopfen &   3/6
10. FC Ambrosi Gra  2/5
11. HFC Graz 1999 1/6
2008: Herzschlagfinale zum 2. HFL-Meistertitel
Gegen Kalsdorf dreht der HFC ein 1:4 und wird zum zweiten Mal Meister.
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