Kommentar, 12.08.2010
Wie einst in Gijon
Gunners-Spiel geschoben! Warum die Stübinger die Sherlocks des Grazer Nordens sind.

Nur der Schoko hats nicht gewusst und lief einsam um sein Leben. Allen anderen Spielern der Nationalteams von Deutschland und Österreich war im letzten Gruppenspiel der WM 1982 in Spanien klar: Die BRD gewinnt 1:0, Algerien fährt heim, und Piefke und Ösis steigen gemeinsam auf.

Ganz so viel stand am Dienstag beim HFL-Spiel zwischen dem Gunners FC und dem HFC Graz 09 nicht auf dem Spiel, dennoch ließen sich die Stübinger Kickstars zu Zeilen hinreißen, die eben nach Gijon und noch mehr nach Aufklärung schreien. Hier der exakte Wortlaut ihres Berichts auf der HFL-Homepage:

"Dennoch möchten wir nicht die zwielichtige Erscheinung der HFL-Partie Gunners vs. HFC unkommentiert lassen (Ausgang war für uns wichtig), welche niemals (termingerecht) angesetzt wurde (!?) und plötzlich aus heiterem Himmel 15:3 endete. Wirkt von außen so, als ob hier Zuschauer unerwünscht gewesen wären, vor allem auch deswegen, da für beide Teams diese Tabellenkonstellation von Vorteil ist (HFC bekommt nicht die Gunners im Playoff und Gunners bleibt fix oben) - eine Stellungnahme der beiden Teams würde hier sicher nicht schaden."

Weil wir bei soviel Verschwörungsphantasie gerne kommentieren, folgend die Aufklärung:

Vorwurf 1: Eine termingerechte Ansetzung fand nicht statt.
Antwort: Richtig, gut erkannt, Freunde!
Ausführliche Antwort: Der HFC hat vergessen einen der beiden angebotenen Spieltermine zu bestätigen. Die Gunners hätten also schon vor einigen Tagen am grünen Tisch ein 5:0 und damit den ziemlich sicheren Verbleib in Liga 1 buchen können, durch einen Klick. Die Gunners sind aber faire Sportsmänner, also haben sie noch einen Termin angeboten, abseits der offiziellen Homepage-Termine, einfach per Mail. Frei nach der noch immer höchsten Instanz der HFL-Graz: Wenn sich die Teams einigen, ist (fast) alles möglich.

Soweit die berechtigen Einwürfe und eigentlich schon Antwort genug, aber weil es jetzt absurd wird, ein paar weitere Vorwürfe nähere betrachtet.

Vorwurf 2: Das Spiel endete aus heiterem Himmel 15:3.
Antwort: Gut recherchiert, Sherlocks des Grazer Nordens, ihr habt wieder recht!
Ausführliche Antwort: Wir danken für den Glauben an unsere Spielstärke, aber mit einem – zu spät gekommenen – Wechselspieler und ohne Torhüter (siehe Spiebericht) haben selbst wir wenig Licht gegen 11 Kanoniere in Vollbesetzung.

Vorwurf 3: Zuschauer waren unerwünscht.
Antwort: Schon wieder: volle Punktzahl!
Ausführliche Antwort: Aufgrund des übermäßigen Besucheransturms bei vergangenen Spielen wollten wir endlich wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen.

Vorwurf 4: Wir wollten die Gunners als Gegner im Abstiegs-Playoff vermeiden.
Antwort: Beide Daumen nach oben, die Gunners sind bekanntermaßen unser Angstgegner.
Ausführliche Antwort: Diesmal etwas kürzer, die Statistik sagt eh schon alles: 7 Siege, 2 Remis, 3 Niederlagen – unsere Statistik gegen die Jungs aus Old Schrödinger ist katastrophal.

Bei uns habens übrigens der Didi und der Kapitän nicht gewusst. Zwei Schokos im Team, die gesamt drei Tore beisteuerten. War nicht ausgemacht, aber keine Angst, die fliegen aus dem Team.

PS: Liebe Stübinger, nehmt mir die Ironie nicht übel, ich hab euch als nette Burschen kennengelernt, aber für eine ernsthafte Stellungnahme fehlt mir nach zehn Jahren Hobbyfußball und sieben Jahren HFL-Graz die Muße. Also: bis bald auf dem Platz und nie vergessen: das Leben ist zu ernst, um den Hobbyfußball auch noch ernst zu nehmen.
Neues Jahr, neues Glück
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HFL 2005: Das Unmögliche geschafft
9 Tore Unterschied waren nötig, der HFC siegte 21:6 und war Meister.
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