Club, 04.06.2006
Derby-Fieber in Graz
Wenn in Graz wieder einmal das Derby-Fieber grassiert, muss das nicht am Duell Sturm-GAK liegen. Vielmehr entwickelt sich das ewige Duell zwischen dem HFC Graz 09 und den Infinites langsam aber sicher zum Stadtderby schlechthin.

Mittlerweile haben die beiden Gründer-Vereine der Hobbyfußballliga innerhalb von drei Jahren bereits unglaubliche elf Mal die Klingen gekreuzt. Einzig die Bilanz ist alles andere als ausgeglichen: Von den elf Spielen konnte der HFC alle elf für sich entscheiden, und das mit dem beeindruckenden Torverhältnis von 188:103. Das bedeutet, dass durchschnittlich nur 2:40 Minuten benötigt wurden, um gegen die Infinites zu treffen. Nicht umsonst haben sie sich somit zum Lieblingsgegner des HFC erklärt wurden.


Ein erstes Kennenlernen

Begonnen hat das Ganze im Jahr 2003. Über unseren damaligen Torhüter, Robert Lösch, der später ins Lager der Infiniten (wie sie von HFC-Spielern liebevoll genannt werden) wechselte, wurden zwei Freundschaftsspiele à 25 Minuten in der Arena 09 ausgetragen.
Viele Spieler feierten dabei ihr Debüt im HFC-Dress. So kamen etwa Harald Fleck, Christian Kozina, Matthias Kügler, Martin Müller oder Florian Pregartbauer an jenem 18.02.2003 zu ihrem allerersten Einsatz – und auch alle (bis auf Torwart Martin Müller) gleich zu ihren ersten Treffer für den Hobbyfußballverein. Die Spiele waren aber aufgrund der wenig eingespielten Truppe relativ eng, letztlich konnte sich der HFC aber mit 18:11 und 16:15 durchsetzen.


Die Hobbyfußballliga beginnt

Nach zwei weiteren Freundschaftsspielen im Februar 2003 (16:11, 13:12) spielten der HFC Graz 09 und die Infinites am 10.10. das Auftaktspiel der HFL-Probesaison, an deren Entstehung beide maßgeblich beteiligt waren. Erstmals ging es also im Derby um mehr als „nur“ um die Ehre. Der HFC, der als Gastgeber mit vier Wechselspielern antrat, konnte in der ersten Hälfte nur wenig überzeugen. Nach der Pause folgte aber eine klare Steigerung – und der verdiente Sieg: 17:9 hieß es am Ende, Flo Pregartbauer erzielte dabei acht Tore (Vereinsrekord!).

Im Rückspiel im Moorhuhn Revival Dome konnte der HFC dann sein volles Potenzial ausschöpfen: Beim Debüt von Bernhard Trapp wurden die Infinites gleich mit 27:6 (!) vom Platz geschossen, der bis dato höchste Erfolg des HFC. Vor allem Flo Pregartbauer (7), Matthias Kügler (6), Johannes Thonhauser (6) und Harald Fleck (5) waren an diesem Tag in Torlaune. Originalzitat aus dem Spielbericht: „Obwohl das Ergebnis überaus positiv stimmt, darf man nicht über die Tatsache hinwegsehen, dass das größte Manko des HFC noch immer nicht beseitigt werden konnte, die Chancenauswertung.“ Trotzdem sicherte sich der HFC damit den inoffiziellen Meistertitel der Probesaison.


Die Infinites werden stärker

Zur Abwechslung kam es im Jänner 2005 wieder einmal zu einem freundschaftlichen Aufeinandertreffen – diesmal waren die Infinites Gastgeber. Und noch einmal konnte der HFC voll zuschlagen: Mit Stefan Großmann im Tor gelang eine Wiederholung des letztjährigen Resultats: Trotz zahlreicher Ausfälle siegte der HFC mit 27:7.
Danach begann am 08.04.2005 die erste offizielle HFL-Saison. Und natürlich wurde auch diese mit dem Duell HFC Graz 09 gegen Infinites eröffnet. Doch die Infinites präsentierten sich gegenüber der Probesaison ungleich stärker und brachten den HFC vor eigenem Publikum ins Wanken. Beim HFC waren allerdings neben dem Torhüter-Problem (Martin Müller beendete seine HFC-Karriere) vor allem das Fehlen einiger Spieler (Trapp, Kügler, Fleck) und die weniger gute Tagesform der verbliebenen dafür ausschlaggebend, dass das Spiel nur hauchdünn mit 10:9 gewonnen werden konnte. Aber immerhin: Weiterhin eine weiße Weste für den HFC.

Im Rückspiel, in dem der HFC wiederum ersatzgeschwächt antreten musste, ging es um nichts geringeres als den Meistertitel: Die Infinites hatten abgesehen von der Auftaktpleite alle Spiele gewonnen, der HFC hatte sich hingegen bereits zwei Umfaller geleistet. Aber auch ohne Tormann ging der HFC wieder als Sieger vom Platz (13:11) und ließ sich in weiterer Folge den ersten HFL-Meistertitel nicht mehr nehmen.


Mit neuem Elan in die neue Saison

In der neuen HFL-Saison fand erst am dritten Spieltag (04.02.2006) das Duell zwischen dem HFC Graz 09 und den Infinites statt. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Saisonen wurde diesmal zuerst im Moorhuhn Revival Dome, wo der HFC bisher wesentlich bessere Resultate erzielte, gespielt. Und so kam es auch diesmal: Der HFC, diesmal in starker Besetzung, kassierte beim Debüt von Tormann Markus Schrei nur drei Gegentore, erzielte selbst aber gleich 17 – Endstand also: 17:3.


11 Spiele, 11 Siege – und weiter?

Mit diesem tollen Resultat im Hinterkopf ging es auch ins letzte Aufeinandertreffen am 30.05. Doch – wie immer in der Arena 09 – ein Schützenfest gelang nicht. Der 14:9-Sieg fiel aber letztlich doch recht deutlich aus und war auch in dieser Höhe durchaus verdient.
Der HFC hat es also tatsächlich geschafft, auch das elfte Spiel gegen die Infinites für sich zu entscheiden. Einige Spieler in den Reihen des HFC fielen aber besonders auf: Peter Wagner etwa, der jedes Spiel absolvierte und auch bis auf einmal immer traf. Auch Christian Kozina (10) oder Johannes Thonhauser (9) waren fast immer dabei. Bei den Torschützen gegen die Infinites sind Matthias Kügler (28), Harald Fleck (27), Florian Pregartbauer (26), Johannes Thonhauser (23), Stefan Großmann (19) und Christian Kozina (18) hervorzuheben.

Da stellt sich jetzt nur noch die Frage – wann gibt es das nächste Derby? Wahrscheinlich erst in der nächsten HFL-Saison (ab Dezember 2006). Nur eines ist sicher: Der HFC Graz 09 freut sich schon darauf!
 
 
08.04.2005, Arena 09 (Kirchengasse), 3 Feldspieler
HFC Graz 1999 - Infinites10:9 (10:9)
99 Benjamin Reinhart - 0 Stefan Großmann, 9 Christian Kozina, 13 Florian Pregartbauer, 11 Peter Wagner, 10 Johannes Thonhauser, 14 Thomas Walcher, 18 Philipp Wurm
Tore: Grossmann (5), Kozina (3), Pregartbauer F., Wagner
Neues Jahr, neues Glück
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10. FC Ambrosi Gra  15/17
2008: Herzschlagfinale zum 2. HFL-Meistertitel
Gegen Kalsdorf dreht der HFC ein 1:4 und wird zum zweiten Mal Meister.
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